Kategorie-Archiv: Meditation

Teufelskreis Stress

Deutsche sind sich selbst ihr größter Stressfaktor.

>Rund jeder vierte Bundesbürger nennt einer Studie zufolge den Druck, den er sich selbst macht, als größten Stressfaktor. Eine weitere Stress-Ursache im Alltag ist einer repräsentativen GfK-Befragung zufolge das Geld. Die finanziellen Möglichkeiten spielen für fast jeden fünften Deutschen (19 Prozent) eine entscheidende Rolle.

Wenig Schlaf und die tägliche Arbeitsbelastung wurden von rund 15 Prozent als Stressursache genannt, wie das Nürnberger Marktforschungsinstitut ermittelt hat

Zu wenig Zeit zu haben folgte dicht dahinter. Männer und Frauen unterschieden sich in ihrem Stressempfinden nur wenig.<

Quelle N-TV

Wer wusste das nicht schon vor 40 Jahren? Diesem Artikel zufolge, hat die Gesellschaft immer noch nicht gelernt. Ganz im Gegenteil. Sie befindet sich in einem Teufelskreis der Spirale ohne Ende. Mit all seinen Konsequenzen für den Menschen.

Prof. Dr. Hans Seyle hatte damals schon Studien und Bücher zu dem Thema veröffentlicht und Lösungsansätze aufgezeigt. Hans Selye wird als ” der Vater der Stressforschung ” anerkannt.

Antworten und Lösungen gibt es genügend. Oft nichts wirkungsvolles, nichts nachhaltiges. Wer glaubt er komme mit Johanniskraut Tee und Vitamin D weiter, hat sich schwer geirrt.

Vieles ist zu oberflächlich oder zu kompliziert, um es in unseren hektischen Lebensrhythmus zu integrieren. Doch genau darin liegt die Lösung. Verändere Dein Verhalten, Deine aus der Spur geratenen Lebensmodelle. Hinterfrage sie und ergänze mehr Dehnungsfugen in den Alltag. Entwickle eine natürliche Resilienz durch tägliche Meditation.

Professor Hans Selye, ein Befürworter der transzendentalen Meditation, betont z. B. dass reine Bewusstheit, tiefe innere Stille ruhevolle Wachheit und Transzendenz, in Kombination mit dem, was die Medizin über die körperlichen Wirkungen lehrt, der Menschheit helfen können, die Krise des modernen Lebens zu überwinden.

Es geht nicht darum den Stress abzuschaffen sondern ihn zu meistern.

„Angst, Stress, Gewalt, Aggression und Krankheit, wird nicht verursacht durch die Begebenheiten die uns widerfahren, sondern durch die Abtrennung von der Unbegrenztheit, durch die Isolierung von der absoluten Ebene des Lebens.“ Zitat Joachim Nusch

Stress trägt zur Zunahme von Spannungen im Leben der Menschen und der gesamten Gesellschaft bei, dennoch kann Einsicht in die psychophysiologischen Eigenschaften des Stress unser Verständnis von Gesundheit und Erfüllung verbessern. Materieller Komfort und Erfolg befriedigen den Menschen zu einem gewissen Grad, aber sein körperlicher und geistiger Zustand bestimmt insgesamt die Qualität seiner Erlebnisfähigkeit. Wenn Stress die tägliche Aktivität eines Menschen durch Angst und Unzufriedenheit trüben kann, kann man vom physiologischen Gegenteil des Stress, einem wohl-ausgeruhten und leistungsfähigen Nervensystem, erwarten, dass es die Erfahrung von emotionalem und körperlichem Wohlbefinden hervorbringt. Und wenn übermäßiger Stress die Leistungen herabsetzt und Entscheidungen erschwert, ist anzunehmen, dass der Abbau von Stress Energie- und Intelligenzreserven freisetzt und dadurch bessere Leistungen und erfolgreicheres Denken ermöglicht.

„Ich habe verschiedene Meditationsarten ausprobiert, aber ich konnte es einfach nicht. Daraus zog ich den Schluss, ich sei unfähig zu meditieren. Als ich dann TM lernte, merkte ich: Es war genau das, was ich gesucht habe! Was mich am meisten überzeugt hatte, war, dass es das Einfachste war, was ich je gemacht hatte. Ich habe meine ganze Familie dazu gebracht, TM zu lernen.“Cameron Diaz

Change begins within

Viele Deutsche fürchten Demenz-Erkrankung

Demenz im Alter

Ohne Frage gehören ernste Erkrankungen zu den größten Sorgen der Deutschen. Manche machen den Menschen dabei regelrecht Angst:

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit hat jeder zweite Deutsche Angst an Demenz zu erkranken.

Vor allem über 60-Jährige fürchten demnach, Alzheimer und ähnliche Erkrankungen zu bekommen.

So wird die Situation heute von der Krankenkasse DAK-Gesundheit dargestellt, auf der Basis einer Forsa-Umfrage.

Es sind Schicksalsschläge, die Ärzte und Patienten machtlos zurücklassen: Einer Umfrage zufolge führen Alzheimer und Krebs die Rangliste der gefürchtetsten Erkrankungen an. Bei Demenz-Fällen, sagen Experten, dürfte die Zahl der Betroffenen deutlich steigen.

Nach Angaben der Krankenkasse leiden derzeit rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland unter einer Demenz. Experten erwarteten, dass sich diese Zahl in den kommenden Jahren verdoppeln werde.

»Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas Seltenes – aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel« Friedrich Nietzsche

„Wenn man als Psychiater und Psychotherapeut abends Nachrichten sieht, ist man regelmäßig irritiert. Da geht es um: Kriegshetzer. Terroristen, Mörder, Wirtschaftskriminelle, eiskalte Buchhaltertypen und schamlose Egomanen – und niemand behandelt die.“

„Ja, solche Figuren gelten sogar als völlig normal. Kommen mir dann die Menschen in den Sinn, mit denen ich mich den Tag über beschäftigt habe, rührende Demenzkranke, dünnhäutige Süchtige, hoch sensible Schizophrene, erschütternd Depressive und mitreißende Maniker dann beschleicht mich mitunter ein schlimmer Verdacht: Wir behandeln die Falschen! Unser Problem sind nicht die Verrückten, unser Problem sind die Normalen! „ So lautet es zumindest im Buch von Professor  Manfred Lütz. „Irre wir behandeln die Falschen“.

Falsch. Was wir nicht behandeln oder ausreichend hygienisch behandeln ist unser Gehirn. Jede Müllverbrennungsanlage würde mit der Zeit ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht werden, wenn sie nicht hin und wieder gesäubert und gewartet würde. Unser Gehirn befindet sich in einem gefährlichen Marathon-Zustand und verarbeitet täglich  unermesslich viele Eindrücke.

Unzählige Reize strömen jeden Tag auf uns ein. Zu viele Reize bedrohen Gesundheit. Wir hören eine Fülle an Geräuschen, sehen eine Flut an Bildern, wir riechen, schmecken und tasten ohne Unterlass. Dazu kommen Facebook, Breaking News, angstverbreitende Terrornachrichten, Emails, SMS, WhatsApps, die Familie nach der Arbeit, schnell noch einen Freud anrufen oder nach dem Fitnesstraining ein Treffen auf dem nächsten Weihnachtsmarkt, der freundliche Verkäufer der an der Haustüre klingelt und sein neues Telekomangebot, seine Äpfel, seine Zeitung, an den Kunden bringen möchte.

In jedem Augenblick nehmen wir äußere Impulse auf. Unternehmen wollen Werbung machen, die im Kopf bleibt. Werbung manipuliert uns gezielt mit psychotricks.

10000 Werbekontakte pro Tag, 11 Mio. Reize pro Sekunde und über 780.000 eingetragene Marken in Deutschland. Unser Gehirn wird Tag für Tag mit Reizen überflutet, vor allem die moderne Konsumkultur leistet hierzu ihren Beitrag.

Sind es zu viele Eindrücke, spricht man von Reizüberflutung. Das Gehirn kann in solchen Situationen die Reize nicht mehr ausreichend verarbeiten. Sind die Kapazitäten erschöpft, fühlen wir uns gestresst.

Da muss unser Gehirn ganz schön schuften. Kann es sich heutzutage überhaupt noch regenerieren oder rennen wir alle in die Demenzfalle?

Der erste Mensch, der einen Marathon gelaufen ist, ist der Legende nach vor Erschöpfung tot zusammengebrochen. Natürlich hatte er sich nicht auf den Lauf vorbereitet, aber medizinisch gesehen ist ein Lauf über 42,195 Kilometer eher ungünstig. Die Vorbereitung auf den Marathon dagegen ist gut für den Körper. So ist es auch mit unserem Gehirn. Es muss auf den täglichen Marathon vorbereitet werden, sonst endet es in Demenz oder Alzheimer.

Die gute Nachricht ist: Obschon täglich 10.000 bis 100.000 Gehirnzellen absterben, haben wir nur einen Gesamtverlust von 10 Prozent der Nervenzellen-Kapazität am Ende unseres Lebens.

Gehirn verarbeitet emotionale Erfahrungen während des Schlafs. Nach Ansicht von Forschern könnte die Überflutung und Überreizung den Prozess auch erklären, warum viele psychische Erkrankungen mit Schlafstörungen verbunden sind. So schlafen beispielsweise Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PSTD) schlecht und leiden häufig unter wiederkehrenden Alpträumen. Tagsüber werden sie dann von extrem emotionalen Erinnerungen an die traumatische Situation geplagt.

Selbst im Schlaf ruht unser Gehirn nicht. Es verarbeitet Eindrücke, die wir am Tag zuvor erlebt haben und sortiert sie in das Gedächtnis ein. Dabei sind sogar viele Gehirnteile gleichzeitig aktiv, was man auch als synchronisierten Zustand im Tiefschlaf bezeichnet. Schlaf, tiefe Ruhe und Entspannung sind für das Gehirn überlebensnotwendig. Viele psychische Erkrankungen basieren in fehlendem Schlaf und mangelnden Ruhezeiten.

Das Gehirn kann man trainieren wie einen Muskel, machen Sie keinen Schließmuskel daraus. Alles, was wir oft tun, verändert unsere Hirnstruktur.

»Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an«, sagte schon Marc Aurel vor bald 2000 Jahren in Rom.

Heute nennen wir das »Neuroplastizität«, sprich: Nervenzellen formen sich neu, wenn sie genutzt werden, und es gibt einfache und natürliche Entspannungsübungen, wodurch Sie Ihrem Hirn mal Luft zum Durchatmen geben können. Meditieren Sie schon? Gönnen Sie ihm das!

Wir wissen aus der Forschung über Meditation, dass der Ruhezustand des Körpers in tiefen Meditationszuständen, wie sie z. B. bei der Transzendentalen Meditation erreicht werden, doppelt so tief ist, wie im Tiefschlaf. Das geschieht überraschender Weise bereits nach wenigen Minuten während einer 20 Minütigen Ausübung. Man erlebt einen tiefen und äußerst angenehmen Entspannungszustand „ruhevoller Wachheit.“

In der Redeweise “Schlaf heilt alle Wunden” steckt offenbar mehr Wahres als gedacht. Demnach können wir nach heutigen Erkenntnissen behaupten, dass Mediation, wie es gerade die Transzendentale Meditation gezeigt hat, nicht nur alle Wunden heilt, sondern eine Resilienz entwickelt, dass gar keine Wunden entstehen.

Gehirntraining beginnt mit Ordnung und mentaler Müllentsorgung. Meditierst Du schon?

www.meditierstduschon.de

Der Königsweg zur Gelassenheit ist für die meisten Gehirnforscher die Meditation…

Nicht nur Meditation – alles bewirkt überhaupt nur irgendetwas im Gehirn, wenn man es mit Begeisterung tut. Deshalb können wir aufhö­ren, über Methoden zu reden. Die Neurobiolo­gie weiß: Nur wenn etwas unter die Haut geht, werden im Hirn die emotionalen Zentren ange­schaltet. Das sind Zellgruppen im Mittelhirn mit langen Fortsätzen. An den Enden dieser Fort­sätze kommen neuroplastische Botenstoffe he­raus. Und die wirken wie Dünger fürs Gehirn. So wachsen Netzwerke, die in einem Zustand der Begeisterung benutzt werden, besser.

Und wenn ich mich dafür begeistere, Patiencen zu legen oder Filme zu gucken?

Dann ist das bestimmt kurzfristig entspannend. Langfristig sollten wir immer darüber nachdenken, ob das, was wir tun, unserem Körper, unse­rer Seele, anderen Menschen und uns selbst gut tut. Aus neurobiologischer Sicht wäre es schön, wenn wir wieder zu Entdeckern werden.

Was hilft mir sonst noch, in Krisenzeiten gelassen zu bleiben?

Gerade in Krisensituationen sind ritualisierte Handlungen besonders wichtig. Denn Angst und Stress sorgen für Unruhe in den neurona­len Netzwerken des Gehirns. Die Nervenzellen feuern ungeordnet – und das sorgt für somatische Reaktionen: Die Knie werden weich, der Atem stockt, die Hände zittern. Wiederkehren­de Abläufe helfen in solchen Situationen enorm, denn sie synchronisieren die gestörte Beziehung der Nervenzellen, die Information fließt wieder in geordneten Bahnen. Man kann sich diesen Informationsfluss vorstellen wie Menschen, die im Park spazieren gehen und einem bestimmten Weg folgen, statt wild durcheinanderzulaufen.

Reden wir hier über die sprichwörtliche Tasse Tee, die die Nerven beruhigt?

Nur dann, wenn der Tee ganz bewusst in einer solchen Situation getrunken wird. Bewusste Rituale lenken den Blick nach innen statt nach außen – sie dürfen jedoch nicht zur Routine werden. Dann schwindet ihr Einfluss auf die neuronalen Prozesse im Gehirn. Deshalb kön­nen Routinen im Gegensatz zu Ritualen Irrita­tionen der Netzwerke nicht ausgleichen.

Kann ich Gelassenheit lernen?

Ja. Menschen müssen die Möglichkeit bekommen, zu erfahren, wie es sich anfühlt, wenn sie etwas anders machen und gelassen bleiben. Dafür braucht es nicht endlos viele Einladungen, nur eine richtige. 800 Stunden Psychoanalyse sind eine Dauereinladung, auf die sich irgendwann niemand mehr einlässt. Neurobio­logisch reicht es, einmal eine sehr intensive Erfahrung zu machen. Jeder von uns kennt eine jugendliche Sehnsucht, die man als Erwachsener fast vergessen hat. Bei mir ist es das Bogenschießen. Es kann aber auch Vogelbeobach­tung, Gartenarbeit, simples Monopolyspielen oder In-einem-Bach-Planschen sein – man muss es einfach ausprobieren.

Warum machen wir so oft nicht das, was wir eigentlich wollen?

Weil unsere Erfahrungen uns auf eine bestimmte Art prägen. Die wichtigsten Erfahrungen machen wir mit anderen Menschen. Ob Streit mit den Eltern, sich verlieben oder ein fieser Lehrer – alles geht uns unter die Haut und bleibt im l Gehirn hängen. Erfahrungen verdichten sich im Frontalhirn zu einer Haltung. Man wird dar z.B. ängstlich oder zweifelt schnell an sich selbst. Was passiert dabei im Gehirn? Wenn wir eine Erfahrung machen, werden im Gehirn zwei j Netzwerke aktiviert. Eins ist kognitiv: Das rufen wir auf, wenn wir erzählen, was wir erlebt haben. Das andere ist emotional und bringt zum! Ausdruck, wie es uns dabei ergangen ist. Beide werden in der Erfahrung miteinander verkoppelt. Deshalb ist jede Haltung, die daraus erwächst, gleichzeitig Kopf- und Gefühlssache.

Wie können wir uns von falschen Mustern wieder frei machen?

Hier wird es spannend. Früher hielt man Haltung die ein Mensch entwickelte, für seine genetisch bedingte Persönlichkeit und damit für unabänderlich. Jetzt lautet die frohe Botschaft: Haltungen entstehen im Laufe des Lebens durch Erfahrungen. Folglich lassen sie sich durch Erfahrungen wieder ändern.

Und wenn der Wille zwar da ist, der Mensch aber nicht aus seiner Haut herauskommt?

Sein Verstand wird ihm dann nicht weiterhelfen. Kluge Worte oder Bücher bringen niemanden dazu, seine Haltung zu ändern, weil der emotionale Anteil nicht angesprochen wird. Versucht man umgekehrt, krampfhaft seinen Gefühlen zu folgen, kommt der kognitive Teil nicht mit. Man müsste diesen Menschen einladen, etwas Neues zu wagen. Allein wird er das meist nicht schaffen. Er braucht andere, die ihm Mut machen. Oft genügen für den Anfang kleine Schritte. Wenn Ihre Freundin zum Beispiel ihren Job furchtbar findet, entdeckt sie immer neue Gründe, um ihre Haltung zu verfestigen. Sie könnten sie ermutigen, an ihrem Arbeitsplatz Dinge zu sehen, die schön sind. Der Pförtner, der immer nett grüßt. Der Kunde, mit dem sie interessante Gespräche hat. Wenn man mal anfängt, das Leben anders zu betrachten, macht man lauter neue Erfahrungen.

Nehmen wir an, ich stehe unter enormem Termindruck. Was kann ich tun, um die Situation zu entschärfen?

Achtsam sein. Das kann und soll man sowieso an jedem Tag, in jeder Sekunde sein. Wir gehen nicht behutsam genug mit der Gegenwart um. Wenn man sich aber immer auf das Nachher fixiert, begibt man sich in einen Zustand permanenter Atemlosigkeit: Das, was ist, ist dann nie perfekt. Man verliert das Jetzt aus den Augen – was absurd ist, denn wir leben nun mal jetzt und nicht morgen oder übermorgen. Man wird gehetzt und nervös, oft auch unfreundlich und gereizt, weil nie etwas schnell genug gehen kann. Wenn wir uns aber konzentrieren auf das, was wir gerade tun, wenn wir dieser Tätigkeit sorgfältig und aus vollem Herzen nachgehen, wenn der Weg zum Teil des Ziels wird, verschwindet die Genervtheit, und es entsteht wie von selbst ein Gefühl der Entspannung.

Quelle, Autor Prof Gerhald Hüther

 

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