Yoga und Ashtanga

Yoga ist ein wesentlicher Bestandteil des Ayurveda, der in den Jahrhunderten weiterentwickelt wurde und heute weitgehend in die tägliche Praxis umgesetzt wird. Yoga hilft immens gesund zu bleiben – sowohl körperlich als auch geistig. Das „The Light Light of Varanasi“ Ayurveda-Zentrum bietet eine gezielte Anleitung für Yoga. In unseren Schulen werden einfache von Einsteigerübungen bis hin zu Fortgeschrittenenübungen des Hatha Yogas und der bekannten Yoga-Asanas gelehrt. Darüber hinaus werden gezielte Anwendungen zur Verbesserung von Fitness und Gesundheit, sowie krankheitsorientierte Übungen unterrichtet.

Das Hauptzentrum des „Light of Varanasi“ Yoga und Ayurvedazentrum in Indien, befindet sich in einer lärmarmen Umgebung, in der heiligen Stadt Varanasi und mit Übungsräumen am Ufer des Ganges, mit frischer Brise und auch in heißen Monaten erfrischender Atmosphäre. Es und bietet ein Höchstmaß an Qualität und authentischen Wissen in Bezug auf Yoga und Ausbildung.

Yoga besteht aus einer Gruppe von physischen, mentalen und spirituellen Praktiken oder Methoden, die ihren Ursprung im alten Indien haben. Yoga ist eine der sechs orthodoxen Schulen der vedischen, philosophischen Traditionen. Es gibt eine Vielzahl von Yoga-Schulen, Praktiken im Hinduismus, Buddhismus und Jainismus. Der Begriff “Yoga” wird in der westlichen Welt oft bezeichnet als eine moderne Form des Hatha Yoga. “Yoga” wird ausschließlich als körperliche Übung verstanden, die hauptsächlich aus körperlichen Stellungen besteht und als Asanas bezeichnet werden. Doch Yoga ist weit aus mehr als eine moderne Fitnessübung. Yoga bringt uns in Kontakt mit uns selbst, mit unserem Selbst, mit Schöpfung und Natur.  

Die Konzepte und Praktiken des Yoga haben ihren Ursprung in Indien zur Eisenzeit, (1.500–1.000 v. Chr.). Es gibt aber auch Hinweise auf Quellen, die bereits auf die Bronzezeit hinweisen. 3.300 v. Chr – 1.500 v.Chr). Yoga entspringt dem Veda oder auch die „Veden“ genannt und wird schon im Rig Veda erwähnt. Der Rig Veda ist die älteste Heilige Schrift Indiens, einer der vier Veden. Hierbei handelt es sich um eine zunächst mündlich überlieferte, später verschriftlichte Sammlung von Lehren und Anweisungen für ein gesundes und moralisch, ethisches Leben, im Einklang mit den Naturgesetzen und einer allumfassenden, ewigen Kosmologie. 

Die Chronologie der frühesten Texte, die Yoga-Praktiken beschreiben, ist unklar und wird den Upanishaden unterschiedlich gut geschrieben. Die Yoga Sutras von Patanjali stammen aus der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends n. Chr. und erlangten im Westen im 20. Jahrhundert Berühmtheit. Hatha Yoga-Texte tauchten manchmal zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert mit Ursprung im Tantra auf. 

Die Hathapradipika oder häufig auch Hathayogapradipika ist nach dem Yogasutra des Patanjali die wohl bekannteste klassische Yogaschrift. Sie wurde im 14. Jh. von Svatmarama geschrieben

Die frühen Gründer waren erhabene Personen mit besonderer Bedeutung und große Weise. Die großen Yogis entwickelten eine systemische Interpretation ihrer Yoga-Erfahrungen und brachten eine praktische und wissenschaftlich fundierte Methode hervor, die für jedermann erreichbar und verständlich war. Im Zentrum ihrer Lehre stand die „Einheit“. Die Kunst, eine Verbindung mit dem inneren Kern, der Quelle des Lebens, dem Feld reinen Bewusstseins herzustellen. 

Yoga – früher auch Joga geschrieben von yuga ‚Joch‘, yuj hat in seiner Bedeutung auch folgende Übersetzung:

anjochen, zusammenbinden, anspannen, anschirren, verbinden, vereinen, fusionieren, zusammenfügen, vernetzen, verketten. 

Yoga ist heute nicht mehr auf Mönche, Einsiedler, Eingeweihte, Heilige oder Weise beschränkt. Es ist Teil unseres Alltags geworden und hat in den letzten Jahrzehnten für ein weltweites Erwachen und Akzeptanz gesorgt. Die Wissenschaften des Vedas, des Yogas und seine Techniken wurden nun neu ausgerichtet, um den modernen soziologischen Bedürfnissen und Lebensstilen zu entsprechen. Experten aus verschiedenen Bereichen der Medizin, einschließlich der modernen Medizinwissenschaften, erkennen die Rolle dieser Techniken als Vorbeugung und Linderung von Krankheiten und der Förderung der Gesundheit an. Yoga dient zudem als Prophylaxe. So bezeichnet man die Gesamtheit aller Maßnahmen, die dazu dienen, eine Beeinträchtigung der Gesundheit durch Risikofaktoren, Krankheiten oder Unfälle zu verhindern. Auch die Vermeidung von Sekundärerkrankungen durch rechtzeitige Behandlung einer primären Erkrankung ist eine Form der Prophylaxe. Yoga bei Stress, Overload-Syndrom und als Burnout-Prophylaxe.  

Yoga ist eines der sechs Systeme der vedischen Philosophie. Maharishi Patanjali, zurecht “Der Vater des Yoga” genannt, hat in seinen “Yoga Sutras” (Aphorismen) verschiedene Aspekte des Yoga systematisch zusammengestellt und verfeinert. Teil davon wurden auch in einem noch früheren Werk, der „Kalapvriksha Sutras“, aber auch in der Mahabharata, den Upanishaden und der Bhagavad Gita gefunden.

Patanjali befürwortete den Acht-Gliedrigen-Weg des Yoga, der im Volksmund als “Ashtanga Yoga” für die umfassende Entwicklung des Menschen bekannt ist. 

Alles, was aus acht Teilen besteht, alles, was aus acht Gliedern besteht, ist Ashtanga. 

Ashtanga bedeutet also achtgliedrig.

Diese Acht Glieder sind: – Yama, Niyama, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi. 

Diese Komponenten befürworten bestimmte Praktiken und Anleitungen, körperliche Disziplin, Atemregulierung, (Pranayama) Schärfung der Sinnesorgane, Achtsamkeit, Gewaltfreiheit, Charakterstärkung, Kontemplation, Meditation und Samadhi. Ein Zustand ruhevoller Wachheit.

Es wird angenommen, dass diese Schritte die körperliche Gesundheit verbessern können, die Geist-Körper Koordination steigern, indem sie die Zirkulation von sauerstoffhaltigem Blut im Körper fördern, die Sinnesorgane neu trainieren und dadurch Ruhe und Gelassenheit des Geistes induzieren. Das Üben von Yoga beugt psychosomatischen Störungen vor, verlängert das biologische Altern, stärkt die Rückenmuskulatur, steigert die allgemeine Fitness, verbessert die Widerstandskraft (Resilienz) und die Fähigkeit eines Menschen, Stresssituationen zu ertragen.

Es wird angenommen, dass diese Schritte die körperliche Gesundheit verbessern können, die Geist-Körper Koordination und die Introzeption* steigern, indem sie die Zirkulation von sauerstoffhaltigem Blut im Körper fördern, die Sinnesorgane neu trainieren und dadurch Ruhe und Gelassenheit des Geistes induzieren. Das Üben von Yoga beugt psychosomatischen Störungen vor, verlangsamt das biologische Altern, stärkt die Rückenmuskulatur, steigert die allgemeine Fitness, verbessert die Widerstandskraft (Resilienz) und die Fähigkeit des Menschen, Stresssituationen zu ertragen.

*Interozeption (von lateinisch inter „inmitten von“ und recipere „aufnehmen“) ist der Oberbegriff für diejenigen Komponenten der Wahrnehmung von Lebewesen, die Informationen nicht über die Außenwelt, sondern aus eigenen Körperabschnitten und über eigene Körperabschnitte erfassen. Es handelt sich um die Fähigkeit, sich selbst von innen heraus zu erfassen und innere Prozesse des Körpers zu fühlen und benennen zu können. (Herzschlag, Atmung, Bewegung in Magen Darm …) Im traumasensiblen Yoga geht es z.B. um eine positive Selbsterkundung, Selbstwahrnehmung und ein Spürbewusstsein für innere Prozesse (Interozeption) eine Möglichkeit die eigene Selbstregulationsfähigkeit wieder herzustellen/ zu stärken.

Wir können heute, auf der Grundlage vieler wissenschaftlicher Studien verstehen, dass Yoga, in der Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche, ein unglaublich guter und sanfter Weg ist, auf verschiedenen Ebenen, auch in der Traumatherapie und als Resilienzprogramm, positives zu bewirken!

 

Yoga in Indien. Eine ARTE TV Documentation